Maske

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Der Blick verloren in den Spiegeln,
Erinnerungen an alte Tage.
Nichts Gutes aus solchen Gedanken wächst,
doch eben nährt dies meine Frage.

Würd ich mir jetzt die Haut abstreifen,
Schicht um Schicht bis auf die Knochen.
Das Blut nur so in Strömen fließt,
bräuchte ich dann Tage oder gar Wochen?

Masken tragen Tag ein Tag aus,
doch legen wir sie je wirklich ab?
Werden wir zu dem was wir vorgeben zu sein,
oder nehmen wir sie mit ins Grab?

Können uns Andere mit dem Herzen sehen,
unter all dem falschen Schein?
Oder trügt uns der verzweifelte Wunsch dahin,
aus Angst man ist am Ende allein?

Der Blick verloren in den Spiegeln,
zersprungen harrt der Gegenwart.
Kreisende Gedanken den Geist zersetzen,
und ständiger dieser Fremde der zu mir starrt.

Verloren

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Dort wo sich verwundete Herzen verschließen,
langsam in pechschwarze Flüsse ergießen. 
Wo niemals jemals etwas fruchtbares gedeiht,
ein Ort von jeglichem Licht befreit. 

Durch diese endlose Nacht wanderst du völlig verloren,
während sich Kälte beginnt in deine Glieder zu bohren.
Auf der Suche nach einem Stern der dich führt,
der die Schlinge löst welche die Luft dir abschnürt. 

Doch bleibt dein Blick getrübt und der Atem schwer,
diesen Pfad zu beschreiten zehrt an deinen Kräften sehr.
Denn was dein Kopf schon längst erkannt,
hat sich noch nicht den Weg zu deinem Herzen gebahnt.

Dieses Licht nach dem du verzweifelt Ausschau hältst,
auf dessen Suche du dich so dermaßen quälst. 
Dieses Funkeln war und ist noch immer hier,
du siehst es noch nicht, doch es schlummert in dir. 

Also gib dich nicht auf an schlechten Tagen,
an denen deine Gedanken besonders stark nagen. 
Der Moment wird kommen diesen Ort zu verlassen,
und er wird dankbar zu einer Erinnerung verblassen.

Am Scheideweg

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Ein kleiner Schritt, noch einer mehr,
verzag nicht, trau dich, es ist nicht schwer!
Denn bald, schon bald ist dort kein Grund,
nur der gähnend’ schwarze Seelenschlund.

Der Wind streicht, eine Prise, nur ganz leicht,
ein Schubs in die richtige Richtung, ganz zärtlich und seicht.
Mit jeder nahenden Sekunde wird dir gewiss,
dort gibt es keine Erlösung – nur den Abyss.

“Ein Atemzug, der Letzte?”, rasen deine Gedanken,
das Gleichgewicht, Schreie, die Entscheidung ist am schwanken.
Verschlossen die Augen, dein Atem steht,
niemand vermag dir zu sagen wohin es jetzt geht.

Nur ein kleiner Schritt, doch die Auswirkung ist groß,
“Gib der Dunkelheit nach, falle in ihren Schoß!”
Hallt es wider in deinen verworrenen Gedanken,
welche sich vergraben, verzweigen, in schier endlose Ranken.

Doch würdest du es tun, gänzlich ohne Wiederkehr?
Dachtest es wäre einfach, doch du irrtest dich sehr.
Die Angst sich erneute Fehler zu erlauben,
greift nach deiner Seele um den Verstand dir zu rauben.

So kniest du im Staub, das Gesicht vergraben,
während stechende Tränen an deinem Herzen nagen.
Nimm dir die Zeit zu wählen wohin es für dich geht,
denn es gibt kein zurück mehr an diesem am Scheideweg.

Genug

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Streife ich durch endlos pechschwarze Flure,
nackte Füße hallen auf kaltem Gestein.
Habe schon längst die Orientierung verloren,
und der eisige Frost kriecht langsam ins Gebein.

Wovor renne ich hier eigentlich fort?
Vor was fliehe ich noch gleich davon?
Vor Äonen ging mein Verstand verloren,
im Hinterkopf schallt unentwegt der blanke Hohn.

Es gibt kein Entkommen aus diesem Labyrinth,
zu tief schon habe ich mich verirrt.
Wie lange nur laufe ich denn schon?
Aufgerissenen Füße schreien vom Blute verschmiert.

Genug, genug ich kann nicht mehr!
Ich bin es leid es zu ertragen.
So gebe ich nach an Ort und Stelle,
und lasse die Dunkelheit sich an meinem Fleische laben.

Kampf eines Verlorenen

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Jeden Tag tobt in mir ein neuer Kampf,
schlimmer noch wütet er als jemals zuvor.
Denn du bist nicht länger an meiner Seite,
zu schmerzhaft der Moment in dem ich dich verlor.

Es sind nicht die guten und schlechten Tage,
die mich quälen mit ihrem höhnischen Spott.
Die gegenwärtigen Stunden sind mir eine Plage,
und der Scharfrichter wartet auf dem Schafott. 

Sind es die guten Stunden die mich stärken,
den Weg zu suchen ein besserer Mensch zu sein.
Doch kommen dann plötzlich die schlechten Gedanken,
in deren Schatten fühle ich mich einsam und allein.

Meine Seele gefährlich nahe am Ertrinken,
in dieser unausweichlichen Flut der Hoffnungslosigkeit.
Der Wunsch sich zu ergeben und loszulassen,
ist so unfassbar stark das er mich fast entzweit. 

So nagen an mir die Gezeiten meiner Gedanken,
ein neuer Kampf den ich austrage Stunde um Stunde.
Die wachsende Angst nicht stark genug zu sein,
wenn ich reiße und zerre an dieser schwärenden Wunde.

Was für ein Mensch nur möchte ich werden,
habe ich denn einen Wert so ganz ohne dich?
Meine gesamte Kraft zog ich aus unserer Liebe,
doch bleibt jetzt die Frage: wer bin ich ohne Licht?

Sekunde um Sekunde taste ich mich voran,
blind im nicht enden wollenden Labyrinth meiner Existenz.
Auf der Suche nach meiner eigenen Stärke,
und hoffend auf meine andauernde Persistenz.